DIE ERIKENKULTUR                                                                                                                                                                                                                     .

 

 

 

Herkunft:

Die Glockenheide (Erica gracilis) stammt ursprünglich aus Südafrika und wird seit ca. 1930 bei uns in Europa gezüchtet und kultiviert. Die Besenheide (Calluna vulgaris) und Winterheide  (Erica carnea) dagegen sind europäischen Ursprungs.

Gezielte Zucht bringt laufend neue Farben und Wuchsformen sowie haltbarere Sorten.

 

 

Produktion:

Die in der Schweiz produzierten Eriken (Glockenheide und Winterheide) und Callunen (Besenheide) werden von den heimischen-Betrieben nach ökologischen Richlinien kultiviert.

 

 

Kultur:

Die Eriken-Kultur benötigt vom Steckling bis zur Blüte bis zu 20 Monate Kulturzeit (13er Topf).

 

 

Unser Eriken-Sortiment:

Erica gracilis, Erica cinerea, Erica arborea, Calluna vulgaris. Topfgrössen: PT 10, ER 13.

 

 

 

 

Die Kultur in Bildern:

 

Dezember 2007

Vermehrung der Eriken durch Stecklinge im eigenen Betrieb

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Juni 2008

Pikieren in Quickpot 24. Standort: Treibhaus, luftig, hell.

 

           

 

 

 

 

 

 

 

Juli bis Oktober 2008:

Die Jungpflanzen werden 3-4 Mal gestutzt. Mit dem Zurückschneiden, wir Gärtner nennen es stutzen oder penzieren,  imitieren wir den in der Natur vorkommenden Wildverbiss. Wir erreichen damit buschige und reichverzweigte Pflanzen.

 

           

 

 

 

 

 

 

 

 

Oktober 2008 bis März 2009:

Die Jungpflanzen überwintern hell und bei Temperaturen von nur wenigen Graden über Null. Bei uns stehen sie dabei in Doppelkasten. Der Wasser- und Nährstoffbedarf ist sehr gering.

 

       

 

 

 

 

 

 

Ende März 2009:

Eintopfen der Jungpflanzen in 10er und 13er Töpfe. Das Substrat enthält neben Weisstorf  10-20% Torfersatz (Kokosfasern/Holz- und Rindenprodukte) und Vorratsdünger. Die Eriken werden nun zügig kultiviert, jetzt beginnt die Hauptwachstumszeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

Juni 2009:

Ausräumen vom Tunnel auf das Erika-Feld. Der Boden ist mit Bändchengewebe abgedeckt, um allzu starken Unkrautbewuchs zu verhindern. So verringert man deutlich den Herbizid-Einsatz. Die Pflanzen stehen nun in Übertöpfen, welche an Eisengittern montiert sind. Damit erreichen wir eine sehr genaue Ausrichtung der Pflanzen. Das ist nötig, weil sie jetzt mit dem Impuls-Gieswagen gegossen und gedüngt werden. So geht praktisch kein Tropfen Giesswasser und Dünger neben den Topf.

 

 

               

 

 

 

 

 

 

 

Juli 2009:

Die Pflege der Kultur ist jetzt sehr anspruchsvoll, weil die Pflanzen nun gänzlich ungeschützt der Witterung ausgesetzt sind. Trotz Giesswagen  sind Giessen und Düngen sehr zeitaufwändig.

 

       

 

 

 

 

 

 

Ende Juli bis Ende August 2009:

Wir reduzieren das Düngen und lassen "die Eriken hungern". Damit erreichen wir die gleichmässige und vor allem abschliessende Umstimmung zur Blütenbildung (Induktion).

 

 

 

August, September 2009:

Temperatur, Luftfeuchtigkeit und vor allem der richtige Dünger genau zur rechten Zeit sind jetzt für den Termin der Blütenbildung  sehr entscheidend. Da niemand das Wetter der nächsten Wochen vorhersehen kann, steigt beim Erika-Produzenten jetzt langsam die Spannung. Der richtige Blühzeitpunkt entscheidet über Erfolg oder Misserfolg der letzten 20 Monate Pflegeaufwand.